Szascha, Oktober 2011

Tipps für Unternehmensgründer – Die eigene Werbung: Profi oder Freunde beauftragen?

Werbung gehört zu einem Unternehmen wie die Kleidung zum Menschen. Sie ist das primäre Mittel um neue Kundschaft zu gewinnen und auf dem Markt bekannt zu werden. Im Zeitalter der Medien gibt es eine Fülle an verschiedensten Angeboten im Bereich Eigenwerbung und ein geradezu überfüllter Markt vom freiberuflichen allround-Grafik-Programmierer bis hin zur spezialisierten Fach-Werbeagentur. Oft hat man im eigenen Freundeskreis Bekannte/Freunde/Verwandte, die einem den Start sehr erleichtern können. Worauf man achten sollte und um die Vorteile und Nachteile geht es im folgenden Artikel.

 

Eine Unternehmensgründung kann vor allem Anfangs äußerst Nervenaufreibend sein. Neben Behördengängen, Versicherungsurwald und dem Talent des Selfmanagings muss man sich auch darum kümmern bekannt zu werden. Das ist ein Berg von Aufgaben, denen eine Person kaum gewachsen sein kann. Jeder Bereich ist an sich schon eine Wissenschaft und tatsächlich gibt es auch für jeden Bereich professionelle Dienstleister, die aber auch alle ihren Lohn verlangen. Gut, wenn man da ‘jemanden kennt’. Ganz ohne Hilfe von anderen ist es fast unmöglich die eigenen Ziele zu realisieren. Dabei spielen vor allem die Faktoren Zeit/Geld eine große Rolle. Da man nahezu immer von Konkurrenz umgeben ist, muss man den besten Mittelweg finden. Viele entscheiden sich dann sehr gutgläubig für jemanden aus dem Bekanntenkreis. Die Akquise ist nicht immer der erste Schritt um ein Unternehmen zu gründen. Es gibt vieles, woran man denken muss und was nicht aufschiebbar ist. Hat man eine große Familie oder Bekanntenkreis, findet man schnell jemanden, dem man den Bereich Werbung vergeben kann. Oft sind es sogar gute Freunde oder Familienangehörige, die mit viel Elan und Hilfsbereitschaft Unterstützung anbieten.

Es gibt eine Reihe an Vorteilen, die dafür sprechen Bekannte für die Eigenwerbung zu beauftragen. Jedoch können sich auch Nachteile bilden, die Anfangs noch nicht bedacht werden können.

Vorteile

Einfach in die Runde fragen, schon kennt jemand wen, der sich mit dem Thema Design und Werbung befasst. Es geht schnell und ist sehr unkompliziert einen Bekannten zu finden. Das ist bei einem Profi anders. Hier ist man auf Recherche angewiesen, muss im Internet oder den lokalen Branchen suchen. Dabei weiß man Anfangs noch garnicht welches Angebot zu einem passt und richtig ist. Das Interesse verfliegt schnell, denn jeder verspricht etwas anderes.

Nachteile

Leider übersieht man bei dem Bekannten schnell, dass es sich hier ggf. um einen Laien handelt. Jemand, der nicht professionell in seinem Beruf steckt, also sowas nebenbei macht oder erst seit wenigen Monaten damit begonnen hat, leistet oft nicht die Mindestanforderungen an Qualität, damit Sie mit Ihrer Werbung auch erfolgreich Kunden generieren können.

Achtung! Sie sollten unbedingt vermeiden etwas unter der Hand zu vereinbaren. Laien, die keine Rechnungen ausstellen, kennen sich vor allem in einem Bereich nicht aus: Ihre Rechte. Die Gefahr dabei ist, dass sich mögliche Streitfälle sofort auf Ihr Unternehmen richten und den unvermeidlichen Ruin bedeuten können.

Aber auch gewerbliche Leistungen können von einem Bekannten mit deutlich weniger Qualität ausgeführt werden. Oft spielt dabei die persönliche Verbindung eine tragende Rolle. Viele stehen in einem Konflikt zwischen der Freundschaft und dem neu entstandenen Geschäftsverhältnis. Während Sie eine reine Geschäftsbeziehung zu einer Agentur bspw. aufbauen und die nötige Distanz für eine objektive Beurteilung Ihrer aktuellen Akquisesituation vorhanden ist, kann es sehr schnell passieren, dass ein nahestehender Freund Fehlentscheidungen trifft – oft mit der Begründung, er habe es ja nur gut gemeint.

Tipp: Qualität bevorzugen!

Sollten Sie für den Anfang kein oder ein nur sehr geringes Budget für Ihre Werbung eingeplant haben, können Sie den ersten Schritt durchaus mit einem Laien wagen. Hier haben Sie nicht nur einen Freund, der Sie auch aus persönlichen Gründen unterstützen will, sondern auch die Möglichkeit erste Erfahrungen mit dem Thema Werbung zu machen. Wichtig sollte Ihnen aber folgendes sein: der tragende Erfolg.

Achten Sie also unbedingt darauf Ihre Werbestrategien zu analysieren: Wie viele Besucher haben Sie monatlich? Wie viele Kunden melden sich über Ihre Werbeangebote? Bleibt der Erfolg aus oder erhalten Sie zu wenig Anfragen, ist das ein deutliches Warnzeichen. In diesem Moment gibt es nur einen richtigen Weg und dieser führt zum Fachmann, denn ein Laie wird hier überfragt sein und Sie nicht mehr voran bringen können.

Was Sie im Folgenden tun sollten:

Lassen Sie Ihre Werbestrategien analysieren. Sie haben bereits das ein oder andere Mittel kennen gelernt um an Kunden ran zu kommen. Ihnen sind die bekanntesten Werbekanäle bekannt und Sie haben bereits damit zutun gehabt. Dieses Wissen ist schon viel wert und hilft Ihnen vor allem den richtigen Riecher zu haben, wenn es darum geht den Werbeprofi auszusuchen, der zu Ihnen passt. Seien Sie offen und teilen Sie mit, was Sie wissen: Wie viel haben Sie bereits für Ihre Werbung jeweils ausgegeben? Welche Erfolge haben Sie dabei gehabt und wo ist der Erfolg ausgeblieben? Geben Sie so viele Informationen wie nur möglich heraus, damit die Analyse so genau wie möglich ausfällt. Ein seriöses Unternehmen wird Ihre Daten selbstverständlich streng vertraulich behandeln. Die erste Analyse gibt Ihnen viele Rückschlüsse über die aktuelle Situation und wie im Folgenden vorzugehen ist.

An diesem Punkt müssen Sie konsequent sein. Ihr Freund hat Sie weit gebracht, ist aber nicht in der Lage Sie weiterhin angemessen zu unterstützen. Wenn Sie sich dazu entscheiden weiterhin mit ihm zusammen zu arbeiten, werden Sie früher oder später wieder vor demselben Problem stehen. Das kostet Sie vor allem eins: viel Geld. Sie können das vermeiden, indem Sie offen kommunizieren, dass es für Sie nun Zeit ist einen Fachmann zu beauftragen.

Freund oder Fachmann – wie wechselt man zum Werbefachmann ohne einen Freund vor den Kopf zu stoßen?

Vor so einem Konflikt zu stehen ist alles andere als leicht, da ein Freund schnell in einem Wechsel den persönlichen Verrat sieht. Das kann die gute Freundschaft zerschlagen und viele unangenehme Folgen haben. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie sich im Guten von einem persönlichen Geschäftsverhältnis trennen können.

1.) Nehmen Sie sich die Zeit.

Stellen Sie Ihren bisherigen Helfer nicht vor vollendete Tatsachen. Arrangieren Sie ein Treffen, indem Sie beide genug Zeit für eine ausführliche Aussprache haben. Achten Sie dabei darauf, dass die Umgebung beiden bekannt und vertraut ist, um unangenehme Situationen nicht zusätzlichem Stress auszusetzen.

2.) Erklären Sie Ihre Situation.

Ihr Freund will für Sie selbstverständlich das Beste und möchte Sie vor dem Ruin bewahren, ebeso wie Sie selbst. Erklären Sie Ihre aktuelle Situation. Wie viele Kunden haben Sie und wie viele fehlen Ihnen? Welche Ausgaben haben Sie und wie lange können Sie noch von Ihren Ersparnissen leben? Wie lange haben Sie schon auf messbare Erfolge gewartet? Zeigen Sie, dass Sie zweifeln und teilen Sie offen mit, dass Sie daran denken Alternativen in Betracht zu ziehen. Nennen Sie die Beispiele, in denen Sie sich mehr erhofft haben ohne Ihren Freund zu beschuldigen. Sagen Sie, dass Sie die bisherige Zusammenarbeit durchaus als erfolgreich gesehen haben – eben bis zu diesem Punkt. Diese Geschäftsbeziehung ist in diesem Sinne nicht gescheitert, sondern einfach ans Ende gelangt. Ein guter Freund wird durchaus Verständnis haben und Sie auch weiterhin in seinem Rahmen unterstützen – persönlich, nicht geschäftlich.

3.) Fair bleiben.

Billigen Sie die viele Unterstützung Ihres Freundes und bieten Sie Ihrem bisherigen Partner eine Entschädigung an. Das kann eine Vergütung sein, ein Geschenk oder die Vermittlung eines anderen Partners, von dem Sie glauben dieser kann dessen Hilfe gebrauchen. So geht die Geschäftsbeziehung für alle erfolgreich aus.

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2 kreative Kommentare

  1. Yvonne, 21.10.2013 16:41h

    Durch Werbung wird das eigene Bild der Firma geformt und nach außen abgeben. Der erste Eindruck hat nie eine zweite Chance. Diesen Leitspruch wertschätzen noch zu wenige mittelständische Firmen und beauftragen vornehmlich Bekannte, die Website und Layout nebenher erstellen. Dies werden Interessenten und potenzielle Kunden dem eigenen Webauftritt ansehen. Auf Neukunden wirkt eine kostenlose Baukastenseite eher abschreckend als seriös. Investieren Sie daher in die eigene Website und sprechen einen breiten Kundenkreis an. Erst dann können auf lange Sicht die eigenen Profite steigen.

  2. Dara, 30.10.2013 16:49h

    Ein wirklich spannender Artikel. Im Allgemeinen ist es nicht zu bevorzugen einen Verwandten oder Freund bei der Firmengründung mit ins Boot zu nehmen. Familien- und Freundesnetzwerke, die auf eine betriebliche Basis umgelegt werden, verkomplizieren die Gesamtsituation und erschweren eine optimale Entscheidungsfindung, da Rücksicht auf betriebsbelanglose Situationen genommen werden. Noch schlimmer stellt sich das Szenario dar, wenn der Freund oder Verwandte noch nicht einmal vom Fach ist. Das kostet auf die Dauer Zeit, Nerven und Geld. Besser man setzt gleich auf einen Profi, der mit Herz und Verstand dabei ist. Natürlich ist der nicht einfach zu finden, aber ein Verwandter ist ebenfalls kein Garant dafür, dass die Sache ins Rollen kommt. Tragisch entwickelt sich die Situation, wenn dem Freund „gekündigt“ werden muss. Wie wird der die Situation aufnehmen? Sicherlich wird es sich ausgenutzt fühlen – auch bei der einfühlsamsten Erklärung. Das kann man sich gleich von Anfang an sparen, in dem mit Angestellten auf einer rein professionellen Basis umgegangen wird.

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