Abro, November 2010

mod_pagespeed Bericht

Wir haben Googles neues Apache-Modul mod_pagespeed auf einem kleineren Kundenserver installiert und waren zu Beginn leider wenig begeistert. Es bedarf, entgegen den Behauptungen die so im Web kursieren, noch einigen Anpassungen um akzeptable Ergebnisse zu erhalten. Jedenfalls sollte niemand das Modul zu sorglos installieren, denn fire-and-forget sieht ob der offenkundig vorhandenen Kinderkrankheiten wirklich anders aus.

So wurden wir in der Standardkonfiguration z.B. mit einer initialen Ladezeit von über 20sec für die meisten Seiten bespaßt. Es sind zwar nur sehr wenige Kundenseiten komplett auseinander geflogen, aber alle validierten nicht mehr und auch SEO wird zum Graus nachdem nur noch die wenigsten Dateien ihren ursprünglichen Namen inne haben. Der Punkt Validität ist hier auch ersichtlich: mod_pagespeed geht es ausschließlich um das Rendering & Crawling einer Website und löscht darum zu Recht alle dafür nicht erforderlichen Leerzeichen, Attribute und Anführungszeichen aus den HTML-Tags. (Selbiges soll übrigens auch mit CSS und jQuery Probleme geben, kann ich aber bis jetzt nicht bestätigen.)

Also auch hier wieder Augen auf beim optimieren. Als Abschluss zu diesem kurzen Bericht lauten nun meine Empfehlungen für Hoster und Programmierer:

  • Downgrade in der Konfiguration, sodass hauptsächlich CSS / JS und Dateiheader optimiert werden. Das spart auch schon mal 10 HTTP-Requests und macht die wenigsten Probleme.
  • Alternativ mod_pagespeed serverweit deaktivieren und einzelne Module bei Bedarf via .htaccess ansteuern.
  • Wenn man genügend Zeit hat eine Seite per Hand zu optimieren ist dies die beste Wahl.
  • Testen, testen, testen

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