Abro, Juli 2009

Es gibt kein Sommerloch: SelfHTML & die Semantik-Fetischisten

Wow, eigentlich habe ich ja weder Zeit noch lust Artikel in so kurzen Abständen zu schreiben. Aber dieser hier ist verdient, alleine schon wegen der Links, wenn auch mal wieder nicht lang.

Auf seiten der SEO-Szene stagniert doch alles etwas und das PagerankSculping2.0 Thema wird immernoch suboptimal plattgetreten. Das einzig spannende ist hier für mich mein Grayhat-Kommentar bei Andre.fm, der immernoch nicht freigeschaltet ist. Ich wollte einfach mal offen kommunizieren dass man den Canonical-Tag ja etwas missbrauchen könnte. War ihm wohl entweder zu kindisch oder er verwendet’s für sich, wir werden sehn. *schmunzel*

In der Webstandards-Szene geht aber die Post ab. Ein interessanter Webdesigner aus Unna hat einen sehr kontroversen Artikel bei SelfHTML verfasst, welcher so heiss diskutiert wurde, dass er mittlerweile nur noch im Google-Cache zu finden ist. Ich halte es aber nicht für sinnvoll ihn für die Nachwelt zu archivieren. Diese Person hat auch bei mir für zwei der Top-3 Schmunzler des Tages gesorgt:

1) auf seiner Website :

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<meta name="date" content="2009-03-03T21:40:00+01:00" />
[...]
</noscript>
	<noframes>
	     <body bgcolor="#FFFFFF">
	       <p class="TheFont">
	          Leider kann Ihr Browser keine Frames anzeigen.<br />
	          Bitte installieren Sie einen aktuellen Browser.
	       </p>
	     </body>
	</noframes>
   </frameset>

2) im SelfHTML-Blog:

Allerdings ist mir immer noch nicht klar, warum zum Teufel man ein Tabelle nicht zu Gestaltungszwecken missbrauchen darf.

Süß gell? Na auf jeden fall finden sich alle tiefgreifenden Infos dazu im zum Artikel gehörigen Blogbeitrag von SelfHTML – der ja noch online ist, im unumgänglichen Folgebeitrag (Nofollowlinks machen gute Laune!), beim Technikwürze Podcast, Im Blog von Dirk (YAML) Jesse und selbigem von Andreas Hecht. (Von Jens Grochtdreis würde ich mir auch noch ein tiefergreifendes Statement wünschen, der schrei[b]t immer so schön.)

An für sich ist die Essenz aus der Diskussion, dass SelfHTML nicht mehr das ist, was es einmal war. So ziemlich jeder Webentwickler hat einmal SelfHTML als den Wissensbrunnen geschätzt und ihn gerne weiterempfohlen. Dem ist schon seit längerem nicht mehr so, denn die Website und ihre Referenz ist absolut nicht mehr up to date, interessiert sich scheinbar -noch- nicht die Bohne für Webstandards und lehrt, das haben sie jetzt endgültig bewiesen, immernoch Stoff von Anno 1999. So sad my dear…

Nun meine Fragen:

  • Wer hätte gedacht, dass Webentwickler sich gegenseitig das Leben so schwer machen?
  • Was sind in Zeiten von POSH & Microformats die Anlaufstellen um die Grundzüge des HTML zu lernen?
  • Wie können wir Kunden vor WYSIWYG-Websites schützen? Ich seh’s noch immer ständig.

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