Deutsche Künstler: Aspi – Vorstellung
An diesem 13. Stellen wir euch eine Künstlerin vor, die durch Fotografie und Bildbearbeitung zumeist sehr düstere und aussagestarke Bilder konzipiert.
Svenja Schrahé aka Aspi kommt aus Bremer Umgebung und studiert zur Zeit Literature & Myth an der University of Essex, in Colchester.
Anfänge
Ursprünglich hat es so circa mit 10 Jahren, ernsthaft dann mit Anatomielehre ab 12 mit Zeichnen angefangen. Durch das Kritzeln wurde meine allgemeine Lust auf Kunst und Kreativität geweckt, so dass ich natürlich auch Abitur in Kunst gemacht habe.
Als ich dann meine erste Kamera erhalten habe, wurde das Spektrum an Möglichkeiten immer größer. Am Anfang wurde die Kamera nur benutzt, damit ich abzeichnen konnte, aber nach einer Weile hab ich die Dinge, die ich nicht zu Papier bringen konnte, einfach digital festgehalten. Das gibt mir einen großen Freiraum für Ideen, weil alles möglich ist, was jedoch nicht heißt, dass ich mit allem zufrieden bin.
Identifikation
“Aspi” kommt von “aspiration” und beschreibt ein angestrebtes Ziel, welches man verfolgt, in Verbindung mit Fotografie eben, dass ich meine Bilder verwirkliche. Ich hab immer ein Ziel in meinen Bildern, dem Zitat gerecht zu werden oder meine Idee im Kopf so gut wie möglich umzusetzen.
Meine Weltansicht ist eher pessimistisch geprägt. Ich setze mich sehr für meine Leute und Freunde ein, unterstütze sie wo ich kann. Trotzdem bin ich sehr vorsichtig und zurückhaltend gegenüber meiner Umgebung. Die Photographie hilft meine eigentliche Sicht über meine Umwelt in ästhetische und künstlerische Kritik umzuändern.
Stil
Meine Art ist eher experimentell und konzeptionell. Ich mache keine “offensichtlichen” Photos, es ist mir eher wichtig, dass der Betrachter sich in das Bild hineindenkt, seine eigenen Ideen einbringt und sich dann eine “Lösung” zusammenreimt. Ich gebe meinen Bildern vorzugsweise Themen oder Zitate aus Büchern, da diese eine große Inspiration darstellen. Deswegen versuche ich auch jedes Bild thematisch abzuschließen, um dem eigentlichen Künstler, dem Autorenzitat gerecht zu werden.
Schwerpunkt
Offensichtlich sieht man auch, dass ich gerne mit dem Thema “Auge” arbeite, da ich mich einfach an das alte Schema „Augen sind das Spiegelbild der Seele“ orientiere. Deswegen sind Augen der große Schwerpunkt in meinen Bildern.
Meine Photos bearbeite ich nach, es geht nicht allzu sehr um Realität, sondern mehr darum die Idee in meinem Kopf zu verwirklichen und die Gedanken sind ja bekanntlich frei. Ich zeige dabei gerne Kombinationen, die eigentlich schockieren oder als unnatürlich empfunden werden, da es den Betrachter im Nachhinein zwingt seine Philosophie von Möglichkeiten und Kunst in Frage zu stellen.
Zukunft
Obwohl ich festen Fuß im Bereich Literatur fassen möchte, im Verlag, wenn ich viel Glück habe als Lektor oder für ein Kunstmagazin, wird Photographie immer eine besondere Leidenschaft bleiben. Ich habe festgestellt, dass ich diese Leidenschaft nicht hauptberuflich machen kann, da sonst der Antrieb verloren gehen würde und ich alles kaputtdenken könnte. Vielleicht kann ich nach meinem Studienabschluss in Literatur und Mythologie das Ideal verwirklichen wo ich beides vereine, eventuell sogar bei einem Kunstmagazin, wer weiß.
BesuchAspis Gallery auf DeviantArt



